Hotel Seegut Zeppelin Friedrichshafen, Plösser Architekten Friedrichshafen und LINIE ZWEII Innenarchitektur Stuttgart, 2024
Das Hotelensemble Hotel Seegut Zeppelin im Seeufer- und Naturschutzgebiet in einem 42.000 m² großen Landschaftspark besteht aus vier Erweiterungsbauten und der denkmalgeschützten Villa Gminder. Die als Sommerresidenz für den Textilfabrikanten Gminder im Jahr 1908 vom Stuttgarter Architekten Theodor Fischer geplante Jugendstil-Villa ist das Herzstück des Ensembles. In Anbetracht der Besonderheit des Ortes wurde ein ökologisch-nachhaltiges Gebäudeprinzip umgesetzt, indem der Schwerpunkt auf den Erhalt und Schutz der Biosphäre und des Landschaftsbild gelegt wurde. Dabei wurden ausschließlich bereits versiegelte Flächen bebaut, sodass die vorhandene Parkanlage erhalten blieb und ca. 10.000 m² für den Natur- und Artenschutz vorbehalten werden konnte. Die Erweiterungsbauten reihen sich dorfähnlich um die Villa. Sie fügen sich durch ihre dunkel lasierten Fichtenholzfassaden zurückhaltend in den landschaftlichen Einklang von Park, See und Alpenblick ein. Das Hotel verfügt über 62 Zimmer, Spa, Fitness, Restaurant, Veranstaltungs- und Seminarräume, Trauungszimmer, Yoga-Bereich, Seeterasse, Liegewiesen, Badehäuschen, Bootshafen und Spielplatz. Das behutsame und nachhaltige Gestaltungskonzept des Innenausbau setzt auf naturbelassene, dezente und hochwertige Materialien wie Kiesel, Gestein, Lehm und Kalk und spricht alle Sinnen an. So wurden unterschiedlichste Innenräume im Hotel geschaffen, deren Fokus auf Rückzug, Achtsamkeit, Raumgesundheit und Einklang mit Ort und Geschichte liegen.